Wir weit weg: Gruppenbericht der Helmholtzschule

Die Helmholtz Oberschule befindet sich in Alt-Lindenau, im Westen Leipzigs. Jeden Freitag treffen sich dort unsere Teamer*innen mit Jugendlichen der 7. Bis 9. Klasse, die Interesse an einer internationalen Jugendbegegnung haben.

Wie sieht eine internationale Jugendbegegnung aus? Das Konzept ist simpel: Jugendliche und Teamer*innen organisieren gemeinsam eine Reise ins Ausland, wodurch die Teilnehmenden die Möglichkeit haben, in internationalen Austausch mit anderen Jugendlichen und Kulturen zu kommen. Während wöchentlicher Gruppentreffen entscheiden sich die Jugendlichen mit Unterstützung der Teamer*innen für einen Zielort, ein Thema und den Zeitraum der Begegnung.

Die letzte Begegnung fand in Kooperation mit NEWPA, einer Organisation aus Spanien statt. Im Februar 2026 verbrachten die Jugendlichen aus Spanien eine Woche mit unseren Jugendlichen in Halle. Der Thematische Schwerpunkt dieser Begegnung war Demokratie. Gemeinsam sind sie unter anderem nach Berlin gefahren, um den Bundestag zu besuchen und haben an einem Workshop zum Thema „Fake News“ teilgenommen. Für die nächste Begegnung wollen sie vom 22.08.-30.08. mit der Partnerorganisation Arpej-Rezé nach Piriac in Westfrankreich reisen.

Aktuell besuchen ca. 10-15 Teilnehmende jeden Freitag die Gruppentreffen der Helmholtz Schule. Ein Highlight der letzten Treffen war für die Teilnehmenden die Gruppenstunde mit Anton, unserem ehem. Praktikanten der IJB. In dieser wurden Gruppenspiele gespielt, wie zum Beispiel das Bauen eines Turms aus Spaghetti und Marshmallow in Kleingruppen, oder Namensspiele zum gegenseitigen Kennenlernen.

Für viele Jugendliche ist es laut den Teamenden noch ungewohnt, aktiv in Entscheidungsfindungen eingebunden zu werden und die Beteiligung ist zurückhaltend. Allerdings helfen Methoden, wie Skaleneinschätzungen, Sticker für Zustimmung/Ablehnung, Daunenfeedbacks oder Online-Abstimmungen, die von unseren Teamer*innen angewandt werden, um Meinungsabfragen der Jugendlichen zu gestalten. Dadurch hat sich in den Gruppentreffen ziemlich schnell ein gemeinsames inhaltliches Interesse an Katzen, Graffiti, Kunst und Anime herausgestellt.

Die wöchentlichen Treffen an der Schule sollen dazu beitragen, ein vertrautes, bedürfnisorientiertes und reflektiertes Miteinander zu schaffen, in dem sich die Jugendlichen bewegen und lernen können.

In unserem kürzlich ausgewerteten Feedbackbogen, in dem wir die Jugendlichen anonym nach ihren Erfahrungen innerhalb des Gruppenprojektes gefragt haben, waren die Antworten eindeutig: Besonders genießen sie die gemeinsame Zeit und den Austausch in einem zwanglosen Arbeitsumfeld. Die Jugendlichen finden es schön, in Kontakt mit neuen Menschen zu kommen und die Begegnung zwischen ihnen und den Teamenden wird als angenehm und auf Augenhöhe wahrgenommen. Sie fühlen sich gehört, freuen sich über gemeinsame Programmgestaltung und ein paar können sich sogar vorstellen, selbst einmal als Teamer*in bei wir weit weg aktiv zu werden!

Wir sind gespannt auf die individuellen Entwicklungen in der Gruppe und freuen uns, auf eine schöne Begegnung und darauf, die Erlebnisberichte der Jugendlichen im Sommer mit Euch zu teilen!

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